Report: Im Einklang mit sich selbst
Die Sehnsucht nach Sinn

Wir haben alles – und doch fehlt was: Eine neue Gucci-Tasche oder die ersehnte Gehaltserhöhung geben uns nur kurze Befriedigung, unser Leben mit Sinn erfüllen sie nicht. Im Gegenteil: Das Streben nach Status, nach Perfektion wird für immer mehr junge Frauen zur Belastung – sinnvoll, also im Einklang mit sich selbst, erfüllt und glücklich zu leben, zum eigentlichen Luxus.
Die Erfahrungen unserer Leserinnen zeigen, dass dieser Luxus gar nicht so unerreichbar ist: Sie müssen weder viel Geld ausgeben noch ihr ganzes Leben umkrempeln, um dem wahren Glück einen großen Schritt näher zu kommen.
„Früher war ich mit nichts zufrieden“
Anette (36), Hotelmanagerin
„Eigentlich wollte ich nur einen Entspannungsurlaub machen, weil ich total ausgepowert war.“ Anette, Hotelmanagerin und Fitnesstrainerin aus München, stand ständig unter Strom: „Ich war ruhelos, nie mit mir zufrieden, suchte immer nach etwas Neuem und beneidete alle anderen. Ich rannte auf jeden Event und litt schon unter Schlafstörungen. 14 Tage Ayurveda mit Massagen, gesundem Essen und ein wenig Yoga, das kann nicht schaden, dachte ich.“ Mit einer Freundin buchte sie im Mai die Reise ins Resort „Kalari Kovilakom“ in Kerala, Indien.
Im Resort herrschten strenge Regeln
„Wir sind das Gegenteil von Ökotanten und alles andere als esoterisch. Stattdessen lieben wir Shoppen und im Urlaub ließen wir es uns sonst immer richtig gut gehen. Dort aber erwartete uns ein spartanischer Lebensstil.“ Im „Kalari Kovilakom“ herrschten strenge Regeln: um 5:00 Uhr aufstehen, um 5:30 Yoga, um 7:00 Frühstück. Arztkonsultationen, Meditationen und eine Detox-Diät standen auf dem Plan.
„Obwohl so eine Kur extrem anstrengend ist, ging es uns dort supergut. Ich habe fünf Kilo abgenommen, fühle mich nachhaltig entgiftet und auch innerlich hat es bei mir einen Schalter umgelegt. Beim Gespräch mit dem Yoga-Guru gingen mir die Augen auf, als er mir sagte, dass ich den Schlüssel zum Glück nicht außerhalb suchen müsse, sondern dass er in mir liege. Ich solle nicht mehr alles an mich heranlassen, Neinsagen lernen.“
Anette fand ihre innere Ruhe
Wieder zu Hause setzte Anette ihre Erkenntnisse im Alltag um: „Ich stehe früh auf, mache täglich Yoga und radle zur Arbeit, statt mit dem Auto zu fahren. Jetzt spreche ich Probleme direkt an, sage, wenn mir etwas zu viel wird, und veranstalte pro Woche einen Wohlfühlabend nur mit mir selbst. Das Gefühl der Unzufriedenheit, der Fremdbestimmung ist weg – dafür habe ich innere Ruhe gefunden!“
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