Kolumne: Sex to go
Das Maß der Dinge
Liegt er obenauf wie eine Hörnchennudel auf einem Fleischklops, denke ich höchstens an Pasta al Forno, aber nicht an Bunga Bunga. Ich finde auch schlauchförmige Penisse schöner als zapfenförmige. Leicht gebogen dürfen sie durchaus sein, aber nicht so knubbelig wie eine Schlange, die ein Michelin-Männchen hinuntergewürgt hat.Wer diese Überlegungen männerfeindlich findet, der soll sich bitte mal anhören, wie es klingt, wenn sich zwei Männer über Brüste unterhalten.
Zu klein, zu groß ...?
Ein schöner Penis ist also durchaus von Vorteil, um potenzielle Partnerinnen anzulocken. Hat man aber erst mal eine Frau im Bett und bekommt sie darin auch einen Orgasmus, wird sich keine über fehlende Zentimeter beschweren. Abgesehen von Sinn und Zweck eines großen Penis bin ich ja sehr froh, dass immer nur darüber diskutiert wird, ob der Penis zu klein und nicht, ob die Vagina zu groß ist, denn Frauen sind ja schnell bereit, sich als unvollkommen und behandlungsbedürftig einzuschätzen.
Kaum ein Phänomen ist so abstoßend wie die Gynoplastik, bei der Frauen ihre Vagina chirurgisch verengen oder straffen lassen. Ich hoffe, das Schicksal hat den Typ, der sich diese Prozedur ausgedacht hat, ordentlich bestraft, zum Beispiel mit einem tampongroßen, krummen Schniepel. Und alle anderen Männer, die nett zu uns und unserer Muschi sind: Entspannt euch! Ein Porsche muss es ja gar nicht sein, man(n) muss nur gut fahren können.
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