Erotische Romane für die Urlaubszeit
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Erst kurz vor ihrem Tod durften die saftigen Episoden der Schriftstellerin Anaïs Nin (1903–1977) veröffentlicht werden.
Er war aus Kuba, ein starker, brünetter Typ, außerordentlich gut aussehend, (…). Als er und Louise einander begegneten, gingen sie sofort zusammen weg. (…) Und dann begann er, langsam das Kleid (…) zu zerreißen. Ruhig und ohne sich anzustrengen zerfetzte er es (…). Louise erzitterte unter den starken Händen. Dann stand sie nackt da. (…) Erst dann bog er sie zurück aufs Bett, wo er sie endlos küsste, die Hände auf ihren Brüsten. Sie spürte (…) das Gewicht seiner Hände, die sich fest in ihr nacktes Fleisch gegraben hatten. (…)
Ihr Verlangen war so stark, dass sie nicht warten konnte, (…). Aber Antonio schien es nicht zu bemerken. Er küsste sie weiter, als wollte er ihren ganzen Mund, die Zunge, den Atem in seinen großen dunklen Mund hineinsaugen. (…) Sie fühlte, wie die Lust sie nass machte, sie bebte und wollte die Beine öffnen. Dann versuchte sie, auf ihn zu klettern. Sie wollte ihm die Hose öffnen. „Das hat Zeit!“, sagte er. „Wir haben viel Zeit. Wir werden tagelang hier in diesem Zimmer bleiben. Wir zwei haben eine Menge Zeit.“
Dann wandte er sich ab und zog sich aus. (…) Sein Schwanz war so glatt wie sein übriger Körper, ein großer, fester, wie glänzend polierter Stab. Sie warf sich über ihn und nahm ihn in den Mund. (…) Sie wollte ihren Orgasmus erzwingen, indem sie sich an seinem Bein rieb, aber er ließ es nicht zu. Er bog sie, als sei sie aus Gummi, drehte sie in jede Richtung. Mit seinen muskulösen Händen holte er sich, wonach ihn gerade gelüstete. (…) Sie bettelte: „Nimm mich, Antonio, so nimm mich doch, ich halte es nicht mehr aus!“ Aber er nahm sie nicht.
Anaïs Nin: Das Delta der Venus (Fischer Taschenbuch, 327 Seiten, um 9 Euro)
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